ELEKTROFAHRZEUGE REDUZIEREN STRESS AM STEUER

Mithilfe einer erstmals an Autofahrern eingesetzten Technologie zur Überwachung der Gehirnströme wurde festgestellt, dass Elektrofahrzeuge ihre Fahrer ruhiger, zufriedener und konzentrierter machen

Mai 2018, London

  • Eine Studie von LEVC (London EV Company) zeigt, dass elektrisch angetriebene Fahrzeuge nicht nur Kraftstoffkosten reduzieren und zur Verbesserung der Luftqualität beitragen, sondern auch den Stress am Steuer reduzieren können.
  • Erstmals wurden in einem wissenschaftlichen Test die Gehirnaktivitäten von Taxifahrern in Elektro- und Dieselfahrzeugen gemessen. 
  • Dabei wurde festgestellt, dass die Fahrer des neuen Elektrotaxis (TX) im Vergleich zu Fahrern von Dieselmodellen konzentrierter, ruhiger und zufriedener sind.
  • Stressreduktion war eines der Schlüsselthemen der Mental Health Awareness-Woche (14.-20. Mai) unter der Schirmherrschaft der britischen Mental Health Foundation. 
  • Zur Verbesserung der Luftqualität wird in Städten zunehmend Wert auf emissionsfreie Nutzfahrzeuge gelegt, sodass LEVCs Studie weitreichende positive Effekte auf die psychische Gesundheit von Berufskraftfahrern haben könnte. 

Eine von LEVC durchgeführte neue Studie hat gezeigt, dass die geräuscharme Fahrumgebung eines elektrisch angetriebenen Fahrzeugs deutliche positive Auswirkungen auf die geistige Gesundheit haben kann. Die gemeinsam mit Forschern der University of York erstellte Arbeit wurde während der Mental Health Awareness Week (14.-20. Mai) veröffentlicht, einer Woche, in der die öffentliche Aufmerksamkeit auf Stress und Stressreduktion gelenkt werden sollte. Die Studie belegt, dass der Wechsel von Diesel- zu Elektrofahrzeugen das psychische Wohlbefinden von Berufskraftfahrern verbessert.

In dem von LEVC beauftragten Experiment wurde weltweit erstmals – neben zahlreichen anderen physischen Faktoren – die Hirnaktivität von Fahrern des neuen elektrisch angetriebenen Taxis wie auch des vorherigen Dieselmodells gemessen. Dabei sollte herausgefunden werden, ob der geräuscharme Innenraum des hochmodernen Elektrofahrzeugs Auswirkungen auf die Gesundheit von Taxifahrern hat.

Der Test wurde von Dr. Duncan Williams, einem Akustikexperten der University of York, entwickelt und in der Londoner Innenstadt mit vier professionellen Taxifahrern durchgeführt, die abwechselnd in beiden Fahrzeugtypen eine Reihe von Testfahrten durchführten.

Dabei trug jeder Fahrer eine EEG-Haube, mit der die Hirnaktivität beim Fahren gemessen wurde. Die Elektroden in dieser Haube überwachten die Gehirnströme der Fahrer auf einer vorgegebenen Route durch London und lieferten erstmals einen Einblick in die unterschiedlichen mentalen Verfassungszustände von Fahrern von Diesel- und Elektrofahrzeugen. Auch die Herzfrequenz und der Geräuschpegel wurden aufgezeichnet.

Es konnten folgende Feststellungen getroffen werden: 

Die Fahrer waren im Elektrofahrzeug im Vergleich zum Dieselfahrzeug konzentrierter. 

  • Bei Fahrern des Elektrofahrzeugs wurde eine höhere Aktivität der Beta-Wellen aufgezeichnet, was auf eine stärkere aktive Konzentration hinweist. Die Fahrer des Elektrotaxis waren demzufolge stärker auf das eigentliche Fahren konzentriert. 
  • Dies war insbesondere beim Warten an Verkehrsampeln festzustellen – einer häufigen Situation für Londoner Taxifahrer. 

Die Fahrer waren im Elektrofahrzeug im Vergleich zum Dieselfahrzeug entspannter.

  • Die Herzfrequenz im Elektrotaxi unterlag durchgängig weniger Schwankungen als im Dieselfahrzeug, was auf eine höhere innere Ruhe hindeutet. 
  • Das Elektrotaxi bietet den Fahrern eine um etwa 5 dB leisere Arbeitsumgebung mit einer höheren dynamischen Bandbreite im Vergleich zu den Aufzeichnungen aus dem Dieseltaxi. 

Die Fahrer waren im Elektrofahrzeug im Vergleich zum Dieselfahrzeug zufriedener.

  • Daten aus einer zusätzlichen Fahrerumfrage zeigten, dass der größte von den Fahrern wahrgenommene Unterschied zum Dieseltaxi die höhere Zufriedenheit war. 
  • Dieser Wert wurde gefolgt von reduziertem Stress und weniger Ablenkung im Elektrotaxi. 

Alle an der Studie teilnehmenden Fahrer hatten bereits längere Strecken im elektrisch angetriebenen TX Taxi zurückgelegt und waren mit der Bedienung und dem Fahrverhalten vertraut.
 

Dr. Duncan Williams sagte:

„Diese Studie erwies sich als äußerst interessant. Alle Fahrer berichteten, dass sie im Elektrotaxi ruhiger, weniger gestresst und zufriedener waren als im alten Dieselmodell. Normalerweise würden diese Gefühle mit stärkeren Alpha-Gehirnwellen einhergehen, die ein guter Indikator für Entspannung sind. Doch in den Aufzeichnungen war bei den Fahrern ein Anstieg der Beta-Wellen registriert worden, die geistige Aktivität und Aufmerksamkeit anzeigen. 

Was bedeutet das? Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass sich die Taxifahrer durch die ruhigere Fahrumgebung besser konzentrieren konnten. Anders ausgedrückt: Durch den Wegfall des lauten Dieselmotors werden die Fahrer möglicherweise entlastet und können ihrer Tätigkeit konzentrierter und zugleich gelassener nachgehen. Es ist ein faszinierendes Ergebnis, das zeigt, dass die zunehmende Beliebtheit von elektrisch angetriebenen Nutzfahrzeugen mehr Vorteile mit sich bringen könnte, als wir ursprünglich dachten."

Der brandneue TX wird von LEVCs eCity-Technologie angetrieben, die sich aus einem fortschrittlichen Elektroantrieb und einem kleinen benzinbetriebenen Generator zusammensetzt. Daraus ergibt sich eine Reichweite von insgesamt 606 km, von denen 128 km emissionsfrei zurückgelegt werden können, was die Verbesserung der Londoner Luftqualität unterstützt.

Der TX revolutioniert das Passagiererlebnis mit einem zusätzlichen Platzangebot, sechs Passagiersitzplätzen, einem nach vorne ausgerichteten Rollstuhlfahrerplatz, Steckdosen für Laptops, USB-Anschlüssen, Bord-WLAN, einem Panoramadach sowie aktiven und passiven Sicherheitssystemen. Kurz: der TX ist das fortschrittlichste Taxi der Welt.

Im Gegensatz zum vorherigen Taximodell werden Abgase und Partikel durch das mehrstufige Filtersystem aus der einströmenden Luft herausgefiltert. Zusätzlich schließt ein integrierter Luftqualitätssensor automatisch die externe Luftzufuhr, wenn er in der Außenluft eine erhöhte Schadstoffbelastung feststellt. So sind Passagiere und Fahrer bestens vor der häufig schlechten Luftqualität im Stadtverkehr geschützt.

Aktive und passive Sicherheitssysteme auf Spitzenniveau schützen nicht nur das Fahrzeug, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer. Diese Systeme umfassen eine vorrausschauende Kollisionswarnung, eine autonome Notbremsfunktion und einen Notbremsassistenten. Zusätzlich kombiniert der TX eine extrem robuste, steife Aluminiumkarosserie mit einem Aufprallschutz nach den höchsten internationalen Standards und unterstreicht so den guten Ruf des Schwarzen Taxis als äußerst sicheres Fahrzeug.

Unterstützt von Investitionen in einer Gesamthöhe von 325 Millionen GBP hat sich LEVC, ein Tochterunternehmen des Geely-Konzerns, zum Ziel gesetzt, der bevorzugte Lieferant von Nutzfahrzeugen für Städte weltweit zu werden. Die Unternehmensstrategie für kommerzielle Nutzfahrzeuge sieht vor, dass ein elektrisch angetriebener Kleintransporter auf den jüngst veröffentlichten TX folgt.